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LÄRM belastet die Gesundheit
Lärm Gesundheit Kosten

Dürfen wir ab 2026 zu Stosszeiten nur noch 80 km/h fahren?

Ab 2026 könnte die Höchstgeschwindigkeit auf Schweizer Nationalstrassen erheblich reduziert werden.

Dieser Vorstoss kommt vom Bundesamt für Strassen.
20 Minuten Von Florian Osterwalder

Die üblichen Stosszeiten sind normalerweise morgens und abends während der Berufsverkehrszeiten, also zwischen sechs und neun Uhr sowie zwischen 16 und 19 Uhr.
Dann soll ab 2026 ein Tempolimit von 80 km/h herrschen. Tatsächlich hat sich die Anzahl der Stunden, in denen es auf den Nationalstrassen zu Staus kommt, in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt.

 

Astra Bild 80 km h Tempo


ASTRA - Tempo 80 auf Autobahnen verhindert Staus 2018

Text 80 km km h auf Autobahnen 2025


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Text 80 km km h auf Autobahnen 2018

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Quelle: PX Bilder @el

 
Ob Baustellenlärm oder Verkehrslärm: Die Geräuschkulisse allgegenwärtig. Zum Tag des Lärms erklärt der Kanton, wo es am lautesten ist.

Fabian Strässle

Publiziert: 28.04.2025, 11:54 Uhr   Aktualisiert: 28.04.2025, 14:05 Uhr

 
Lärm Gesundheit KostenLärm ist vor allem in städtischem Gebieten ein ständiges Begleitelement: Der Verkehrslärm von Autos, Zügen und Flugzeugen prägt den Alltag, besonders zu Stosszeiten. Zum nationalen Tag des Lärms vom Mittwoch erklärt das Amt für Umwelt des Kantons Freiburg, wie lärmig es im Kanton ist, wo die Hotspots sind, verursacht den meisten Lärm verursacht und was der Kanton dagegen unternimmt.

Die Lärmkulisse im Kanton Freiburg unterscheide sich «nicht wesentlich von anderen Regionen in der Schweiz» meint die Chefin der Sektion Luft, Lärm und nichtionisierende Strahlung, Béatrice Balsiger. Das heisst, tendenziell sind urbane Regionen einer grösseren Belastung ausgesetzt, aber entscheidend sei auch die Nähe zur Lärmquelle. So gibt es auch in ländlichen Regionen besonders lärmbetroffene Orte, wie etwa Autobahnen, viel befahrene Kantonsstrassen, der Flugplatz Payerne, Baustellen, Industrie- und Gewerbeanlagen oder Schiessanlagen.

Massnahmen gegen den Lärmpegel

Béatrice Balsiger erklärt weiter, dass der Kanton zur Eindämmung des Lärms ein Strassenlärmkataster führt, das bald öffentlich zugänglich sein werde. Es hilft, die Lärmsituation detailliert zu analysieren, während andere Lärmquellen im Einzelfall geprüft werden müssten. Eine vollständige Lärmkartierung des gesamten Kantons ist aufgrund der Vielzahl an Lärmquellen jedoch nicht möglich.

Um den Lärm zu verringern, setzt der Kanton daher auf lärmmindernde Beläge auf Kantonsstrassen und prüft regelmässig Temporeduktionen. Auch Lärmschutzwände und Abschirmungen werden verwendet. Bei anderen Quellen wie Schienen- und Flugverkehr liegen die Kompetenzen beim Bund.

Trotz dieser Massnahmen bleibt Lärm eine Herausforderung. Der Umweltbericht des Bundesamts für Umwelt von 2022 kommt zum Schluss: Über der Schädlichkeitsschwelle liegend, ist «tagsüber jede siebte Person an ihrem Wohnort Lärmbelastungen durch den Strassenverkehr ausgesetzt» – nachts jede achte Person. Balsiger erklärt, der Kanton unterstütze etwa auch die nationale Kampagne «Tag gegen Lärm» und arbeite weiter daran, die Lärmbelastung zu reduzieren und die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern.

Die nationale Kampagne: «Tag gegen Lärm»

Am 30. April 2025 beteiligen sich Fachstellen, Behörden und die Öffentlichkeit am 20. Tag gegen Lärm. Was einst als Sensibilisierungskampagne gegen störende Geräusche begann, hat sich zu einer wichtigen nationalen Plattform für gesundheitliche Aufklärung entwickelt. Hinter der Kampagne steht Cercle Bruit Schweiz, die Vereinigung kantonaler Lärmschutzfachleute. Ziel davon: ein gesellschaftliches Umdenken – hin zu mehr Wertschätzung für Stille. Denn der Zusammenhang zwischen Lärm und Krankheit sei wissenschaftlich gut belegt (siehe Kasten).

Wie Lärm unsere Gesundheit und Gesellschaft belastet

Lärm ist allgegenwärtig, doch oft unterschätzt. Was als harmloses Hintergrundgeräusch erscheint, hat Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Chronischer Lärm kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Störungen und sogar Diabetes fördern. Eine Studie der Universität Basel zeigt, dass in der Schweiz jährlich 500 Menschen vorzeitig an den Folgen von Verkehrslärm sterben und rund 2500 neue Diabetesfälle entstehen. Stresshormone werden bereits bei unbewusstem Lärm ausgeschüttet, was den Körper dauerhaft in Alarmbereitschaft versetzt – mit negativen Folgen für Blutdruck, Immunabwehr und Schlafqualität. Besonders nachts wirkt sich Lärm verheerend aus, indem er die Erholung stört und psychische Erkrankungen verstärken kann. Stille dagegen hat eine heilende Wirkung: Sie senkt Stress, fördert Regeneration und verbessert Konzentration.

Lärm belastet nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch unsere Gesellschaft als Ganzes. Aus dem Umweltbericht ist etwa auch zu entnehmen, dass alleine durch Verkehrslärm in der Schweiz jährlich externe, «nicht direkt von den Verkehrsteilnehmenden getragene Kosten von rund 2,8 Milliarden Franken» entstehen, dies durch Wertverminderungen bei Liegenschaften. Der Strassenverkehr hat den allergrössten Anteil. Lärm scheint somit nicht nur eine persönliche, sondern auch eine gesellschaftliche und politische Herausforderung zu sein. (fst)


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Donnerstag 06.01.2022 Neu


Investition in Lärmschutz an Nationalstrassen Bern
 PDF Logo

Quellenangaben:Bund logo BUWAL  & SRF&Logo SRF


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Mittwoch, 28. Oktober 2020 Nadja Sutter

Der Kampf gegen den Lärm für Lärmschutzwände geht weiter
Ein Bürgerkomitee aus Düdingen wagt einen neuen Anlauf für Lärmschutzwände entlang der Autobahn A 12.
Die Situation sei «unerträglich». Das Astra verspricht einen lärmhemmenden Belag, aber keine Wände


DÜDINGEN

«Vrrmmm, vrrmmm, vrrmmm»


– Erwin Luterbacher imitiert, wie es im Santihans-Quartier, wo er wohnt, tönt. «Ab einer gewissen Anzahl Autos auf der Autobahn A 12 haben wir hier einen
konstanten Lärmteppich», sagt der Düdinger. «Es ist unerträglich.
» Dazu komme der Feinstaub. Jeden Tag könne er eine Schicht schwarzen Staub vom Gartentisch wischen.
Luterbacher und sieben andere Bürgerinnen und Bürger, die entlang der Autobahn wohnen, kämpfen aus diesen Gründen schon seit Jahren für Lärmschutzwände.

Sie haben ein Bürgerkomitee gebildet und vor rund zehn Jahren Lärmmessungen an der Autobahn gemacht. Das zuständige Bundesamt für Strassen (Astra) hatte damals reagiert und eigene
Messungen durchgeführt. Es kam zum Schluss, dass die Grenzwerte zwar bei einem Haus überschritten würden. Das reichte jedoch nicht für die Installation von Lärmschutzwänden.

Verkehr hat zugenommen

Jetzt nimmt das Bürgerkomitee einen weiteren Anlauf und hat beim Astra erneut beantragt, Lärmschutzwände zu installieren. Man sei nun aktiv geworden wegen diverser anderer
Projekte in diese Richtung im Kanton, sagt Luterbacher. Er erwähnt etwa die Überdachungspläne für das Areal Chamblioux. «Nur Düdingen hat man irgendwie vergessen», so Luterbacher.

Lärmmessungen hat das Komitee diesmal keine gemacht, wie Erwin Luterbacher den FN sagt. «Das hätte nicht viel gebracht », ist er überzeugt. Der Verkehr habe seit den letzten
Messungen zugenommen, daher sei es sicher nicht leiser geworden. Luterbacher beruft sich auf Zahlen des Astra: Danach fuhren auf dem Autobahnabschnitt im Jahr 2008
im Jahresmittel rund 26 500 Fahrzeuge pro Tag; im Jahr 2019 waren es rund 29 700 Fahrzeuge pro Tag.
Erwin Luterbacher fügt an, dass auch mehr Leute unter dem Lärm leiden dürften, denn in den letzten zehn Jahren habe es entlang der Autobahn immer mehr Wohnungen gegeben.

Er verweist etwa auf die Überbauung Düdingen Plus beim Bahnhof. «Ich kenne Leute, die vor kurzem in die Nähe gezogen sind und sich nun überlegen, wieder wegzuziehen,
weil es ihnen zu laut ist», sagt Luterbacher.

Betroffen sei nicht nur das Quartier Santihans, sondern auch Ottisberg, Zelg, Rächholderweg und eben die neue Überbauung Düdingen Plus.

Langsamer fahren?
Das Bürgerkomitee fordert nicht nur Lärmschutzwände entlang der Quartiere, sondern ein umfassendes Lärmkonzept.
Dazu gehöre auch eine mögliche Senkung der Höchstgeschwindigkeit von 120 auf 100 Kilometer pro Stunde. Studien hätten gezeigt, dass damit die Lärmbelastung schon erheblich
gesenkt werden könne, so Luterbacher.

Immerhin: Bei der Brücke kurz vor der Ausfahrt Düdingen habe das Astra in den letzten Jahren die Fugen saniert.
Davor seien immer wieder Lücken entstanden, und wenn die Autos darüber gefahren seien, habe es ordentlich gepoltert. Dieses Problem sei nun behoben.


Reaktion

Astra plant Beschichtung, aber keine Wände Autobahnen sind Nationalstrassen, und für deren Unterhalt sowie für Massnahmen gegen Lärm ist das Bundesamt für Strassen (Astra) zuständig.

Die Erschliessung eines Industriegebietes wie in den 70iger Jahren?


Auf Anfrage der «Freiburger Nachrichten» schreibt ein Astra-Sprecher, dass im Bereich Düdingen Lärmschutzmassnahmen geplant seien.


Auf einer Karte sind Teile der A 12 bei Düdingen orange eingefärbt. Das heisst, dass Massnahmen nötig und bereits auf den Weg gebracht sind.

In zwei bis drei Jahren Es sind aber nicht die Massnahmen die das Düdinger Bürgerkomitee (siehe Haupttext) gerne sehen würde:
Das Astra plant keine Lärmschutzwände, sondern eine «schalldämmende Beschichtung», schreibt der Astra-Sprecher.
Dieser Strassenbelag soll zwischen 2022 und 2023 installiert werden. nas


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03. November 2015 12:48; Akt: 03.11.2015 13:00 Print

Gefährliche Abgase
Kinder an Autobahnen bekommen eher Krebs.

Das Risiko an Leukämie zu erkranken, ist für Kinder, die direkt an Autobahnen wohnen, deutlich höher als bei jenen, die weiter entfernt davon zu Hause sind.

Abgase Verkehr    Bild: pexels.com lizensfrei

 Studie Uni Bern    Uni Bern

 Kinder, die direkt neben einer Autobahn wohnen, haben ein erhöhtes Leukämie-Risiko. 


Jährlich erkranken in der Schweiz 200 Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren an Krebs.

Damit ist die Krankheit nach Unfällen die wichtigste Todesursache in der
Altersgruppe. Als Ursachen werden neben der genetischen Veranlagung auch Umwelteinflüsse angenommen. Besonders Autoabgase stehen im Verdacht, da sie
Benzol und andere bekannte krebserregende Stoffe enthalten.

Eine Studie von Berner Forschern hat diesen Zusammenhang nun erhärtet, wie sie im «European Journal of Epidemiology» schreiben. Das Team um Ben Spycher und
Claudia Kuehni vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern (ISPM) untersuchte für den Zeitraum von 1985 bis 2008 die Häufigkeit von
Krebserkrankungen bei Kindern, die weniger als 100 Meter, 100 bis 250 Meter, 250 bis 500 Meter und über 500 Meter von der nächsten Autobahn oder -strasse entfernt
wohnen.

Bericht 20 Minuten 03. November 2015  (Auf Logo klicken)

 

Krebszelle

 

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Schon 2018 proklamierte das Astra 80 km/h auf neuralgischen Punkten der Autobahn!
Dürfen wir ab 2026 zu Stosszeiten nur noch 80 km/h fahren?

 

Einfahrt Düdingen Richtung Freiburg

 

Bürgerkomitee gegen den jahrzehntelangen Autobahnlärm

an der A12 bei der Brücke und der Ortschaft in Düdingen

 

Bild Lärmschutz Text  2020-10-28 Der Kampf gegen den Lärm ghet weiter Lärmschutzwände


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Zurück Letzte Änderung: 09.04.2006